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LesBar -Gedichte von 4 Poeten

LesBar -Gedichte von 4 Poeten

Kulturkeller Haunscher Hof
Unter den Linden 4
36433 Bad Salzungen

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Abend für Literaturfreunde Wieder LesBar im Haunschen Hof   „Eine Streichholzflamme im Wind, die nie erlischt“ schreibt Joseph Brodsky über Ossip Mandelstam und das kann man ebenso gut  über ihn selbst sagen, wie auch über Anna Achmatowa und Gennadi Aigi. Die LesBar am Sonnabend, 12 Oktober 2019 um 20 Uhr im Haunschen Hof wird Gedichte und Texte dieser vier Poeten vorstellen, die, jeder auf seine Weise, die russische Lyrik des 20. Jahrhunderts prägen. Allen ist gemeinsam, dass die Streichholzflamme ihres Werkes bis heute nicht erloschen ist, auch wenn sich der Wind in ihren Biografien oft zum (lebens-) bedrohlichen Sturm steigerte. Achmatowa und Mandelstam, beide noch zum Ende des 19. Jahrhunderts im zaristischen Russland geboren, waren entschiedene Vertreter des Akmeismus, jener modernen russischen Literaturströmung, die um Gegenständlichkeit und Klarheit der Worte ringt und für eine bewusste und eindeutige Verwendung der Alltagssprache im dichterischen Bereich eintritt. Dieser Anspruch ist ihnen nicht nur ästhetisches Stilmittel, sondern offenbart sich in einer poetischen Radikalität des Inhaltes, der sie spätestens in den Zeiten Stalinscher Säuberungen mit den Mächtigen in Partei und Geheimdienst auf Kollisionskurs bringt. Die 16 Zeilen eines Gedichtes, das Mandelstam Josef Stalin widmet, reichten aus für Verhaftung, Verhör, Folter und Verbannung. Die stolze und schöne Anna Achmatowa wurde geschmäht, ihr erster Mann erschossen, ihr Sohn verschwand 18 Jahre im Gulag und doch blieb sie im Land und ihre Gedichte, ihr Requiem, das Poem ohne Held  verbreiteten sich trotz Druckverbot nicht nur unter den Intellektuellen und nicht nur in der Sowjetunion. Joseph Brodsky und der tschuwaschische Lyriker Gennadi Aigi sind noch Kinder im Großen Vaterländischen Krieg, ihre Werke fanden auch nach Stalins Tod den Weg zu ihren Leser im Land und auch in Westeuropa nur über illegale Vervielfältigungen. Brodsky erhielt später in den USA den Literaturnobelpreis, Aigi tauchte immer wieder als Kandidat auf den Listen des  schwedischen Komitees auf. In der LesBar wird es sehr poetisch, denn im Mittelpunkt stehen die Gedichte und Texte der vier Protagonisten. Ihre Intensität, ihre oft schlichte Eindringlichkeit verzaubert bis heute und wie mit  einer Streichholzflamme wird ihre Schönheit erhellt. Da kann man gut „Lesen! Hören! Reden!“
 

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